{"id":9,"date":"2003-06-23T23:13:06","date_gmt":"2003-06-23T22:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rundfunkgebuehrenzahler.de\/wordpress\/?p=9"},"modified":"2007-02-16T01:31:52","modified_gmt":"2007-02-16T00:31:52","slug":"gebuhrenbefreiung-fur-private-rundfunkveranstalter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rundfunkgebuehrenzahler.de\/cms\/gebuhrenbefreiung-fur-private-rundfunkveranstalter\/","title":{"rendered":"Geb&uuml;hrenbefreiung f&uuml;r private Rundfunkveranstalter"},"content":{"rendered":"<p><font class=\"pn-normal\"><strong>Private Rundfunkveranstalter k&#246;nnen f&#252;r die Rundfunkger&#228;te, die sie zur redaktionellen Arbeit bereithalten, Befreiung von den Rundfunkgeb&#252;hren verlangen. Dies entschied jetzt das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz. <\/strong> <\/font><font class=\"pn-normal\">Ein privater Rundfunkveranstalter aus Rheinhessen hatte vom S&#252;dwestrundfunk Geb&#252;hrenbefreiung f&#252;r mehrere Fernseh- und Videoger&#228;te begehrt. Die Ger&#228;te werden z.B. eingesetzt, um das zur Erstellung der Filmbeitr&#228;ge dienende Bildmaterial zu sichten. Der Beklagte lehnte die Befreiung unter Hinweis darauf ab, dass nur solche Ger&#228;te von der Rundfunkgeb&#252;hrenpflicht befreit werden k&#246;nnten, die f&#252;r betriebliche, insbesondere studio- und &#252;berwachungstechnische Zwecke genutzt w&#252;rden. Die Kl&#228;gerin setze die Ger&#228;te aber f&#252;r die inhaltliche Arbeit ein, dies sei von der Befreiungsvorschrift nicht erfasst. <\/font><\/p>\n<p><!--more--><font class=\"pn-normal\">Ebenso wie das Verwaltungsgericht Mainz in erster Instanz gab das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz jetzt der Kl&#228;gerin Recht. Die Ger&#228;te, so die Richter, w&#252;rden von der Kl&#228;gerin f&#252;r betriebliche Zwecke zum Empfang bereitgehalten. Dabei seien betriebliche Zwecke nicht nur die ausdr&#252;cklich in der Vorschrift des Rundfunkgeb&#252;hrenstaatsvertrags genannten studio- und &#252;berwachungstechnischen Zwecke, sondern auch solche, die die redaktionelle Arbeit des privaten Rundfunkveranstalters betr&#228;fen. Denn von der eigentlichen Aufgabe, Rundfunk zu veranstalten bzw. Rundfunk zu gestalten, w&#252;rden Programmplanung, Programmsichtung und Programmbearbeitung erfasst. <\/font><\/p>\n<p><font class=\"pn-normal\">Die Richter betonten dabei, dass die Befreiungsvorschrift des Rundfunkgeb&#252;hrenstaatvertrages einen Beitrag zur Unterst&#252;tzung des Pluralismus durch &#246;ffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter leistensolle. Private Rundfunkveranstalter und Anbieter sollten nicht zus&#228;tzlich ihre &#246;ffentlich-rechtliche Konkurrenz mitfinanzieren. <\/font><\/p>\n<p><font class=\"pn-normal\"><em>Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz aufgrund der m&#252;ndlichen Verhandlung vom 19. Mai 2003, Aktenzeichen:12 A 10502\/03.OVG<\/em><\/font><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Private Rundfunkveranstalter k&#246;nnen f&#252;r die Rundfunkger&#228;te, die sie zur redaktionellen Arbeit bereithalten, Befreiung von den Rundfunkgeb&#252;hren verlangen. Dies entschied jetzt das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz. Ein privater Rundfunkveranstalter aus Rheinhessen hatte vom S&#252;dwestrundfunk Geb&#252;hrenbefreiung f&#252;r mehrere Fernseh- und Videoger&#228;te begehrt. 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