Mit “Natürlich zahl’ ich” hat die GEZ eine neue Kampagne gestartet. Es grenzt schon fast an Gehirnwäsche wie uns in Anzeigen, Werbespots und einer extra eingerichteten Webseite eingetrichtert wird, wir würden ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht leben können. Aus reiner Langweiligkeit würden wir die kleinen weißen Dinger von der Raufasertapete knibbeln, heißt es wörtlich in einer Anzeige. Darüber hinaus wird munter über private Medien hergezogen. Die taz bekommt ihr Fett weg – und überhaupt – die privaten Rundfunkveranstalter senden ja nur schlechtes Programm, von der vielen Werbung ganz zu schweigen. Nebenbei bemerkt: Die Werbespots der GEZ laufen auch im Werbefernsehen der privaten!
Bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass die GEZ in ihren Kampagnen immer die intensive Nutzung der vielen Programme als Rechtfertigung für die hohen Rundfunkgebühren anführt. Argumentiert ein Gebührenverweigerer jedoch, er würde keine öffentlich-rechtlichen Programme empfangen oder empfangen wollen, stellt die GEZ eine tatsächliche Nutzung als nicht relevant dar.
“Auch deswegen kann die Rundfunkgebührenpflicht nicht an die tatsächliche Inanspruchnahme der öffentlich-rechtlichen Programmleistungen gekoppelt werden.” schrieb mir die GEZ vor einigen Jahren. Ja wie denn nun?
Ich sehe die Kampagne als einen weiteren unnötigen und kostenintensiven Versuch durch geschickte und unterschwellige Manipulation die Bevölkerung zu etwas zu bewegen, was in unserer heutigen modernen Medienwelt nicht mehr zeitgemäß ist: Die bedingungslose Zahlung von Zwangsgebühren.

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